Wie alles begann…

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1. Juni 2001
HEIDI schreibt in ihr Tagebuch, dass alle bis dahin erfolglosen Versuche den Richtigen zu finden, eigentlich nur eins heißen können: Irgendwo da draußen ist jemand, der zu ihr passt. Sie betet für diesen Unbekannten und wartet.

4. Juni 2001
HOLGER bekommt eine Email, die ihn zu OM führt. Am selben Tag schreibt er ein Lied für seine zukünftige Frau – und wartet.

August 2004
HEIDI geht nach einigen Kämpfen für zwei Jahre zu OM. Während der GO-Konferenz in Holland denkt sie, wie witzig es wäre, wenn ihr zukünftiger Ehemann auch da wäre.

HOLGER ist auf dieser GO-Konferenz in Holland im gleichen Gebäude wie Heidi untergebracht und besucht das gleiche Treffen der deutschen Teilnehmer.

Januar 2007
HEIDI sieht Holger auf der GO-Konferenz in Mosbach zum ersten Mal und denkt “Mhm!” Er zeigt aber kein Interesse und so vergißt sie ihn nach der Konferenz schnell wieder.

HOLGER sieht Heidi auf der GO-Konferenz in Mosbach zum ersten Mal und denkt “Mhm!” Da sie aber hauptsächlich mit Computerfragen Gespräche in Gang zu bringen versucht, wird sie in der entsprechenden Schublade abgelegt.

Juni 2007
HEIDI wird von ihrer Chefin nahegelegt, auf einer Liste zusammenzufassen, was sie sich in einem Ehemann wünscht. Etwas zögerlich und im Bewußtsein der damit gegen null sinkenden Chancen auf ein Glück zu zweit schreibt sie die Liste – und ist selbst schockiert, als sie auf 30 Punkte in drei Kategorien kommt! Sie weiß, dass es so jemanden unmöglich geben kann…

HOLGER bekommt den Auftrag von seinem Chef, den Personalbereich eines OM-Computerprogramms zu analysieren.

19. Juli 2007
HOLGER macht einen dienstlichen Termin mit Heidi in ihrem Büro, um sie wie viele andere auch zur Arbeit des Programms zu befragen. Von den 90 Minuten Gespräch geht es nur in den ersten 20 Minuten um das Computerprogramm, danach um Bücher und OM und das Leben allgemein.

HEIDI hat nach diesem Gespräch einen verrückten Gedanken (“Ich habe gerade mit meinem zukünftigen Ehemann geredet”), den sie gleich wieder unter Spinnerei ablegt, und wartet jetzt, ob sich Holger meldet – tut er nicht. Sie betet und wartet gespannt, was das Treffen bei der nächsten GO-Konferenz wohl bringen wird.

HOLGER fährt von diesem Gespräch nach Hause und denkt sich “Hm… was war denn das? Interesting…” Er erzählt seinem Freund von dieser jungen Frau, die er da kennengelernt hat, unternimmt aber trotz Anraten seines Freundes nichts – “erstmal noch mehr Daten sammeln” :)

28. August 2007
HEIDI weiß schon vor der Konferenz, dass sie alleine in einem Büro “ab vom Schuß” sitzen wird und rechnet nicht damit, Holger viel zu begegnen. Als sie ankommt erfährt sie aber, dass man das dieses Jahr anders machen wollte und alle Mitarbeiter während der Konferenz in einem großen Büro arbeiten.

HOLGER kommt zur Konferenz und sitzt auf Grund dieses Umstandes drei Tage lang am Tisch neben Heidi. Beide unterhalten sich viel und lachen noch mehr zusammen, Holger zeigt aber weiterhin keinerlei Interesse.

30. August 2007
HOLGER verabschiedet sich mit den Worten “Wir sehen uns dann im Januar auf der nächsten Konferenz in Mosbach” und fährt heim.

HEIDI fragt sich, ob sie sich die gleiche Wellenlänge nur eingebildet hat und ist enttäuscht, dass Holger sich auch weiterhin nicht meldet.

September 2007
HEIDI glaubt den Stimmen die ihr raten, den Kontakt zu Holger aufzunehmen und sucht nach einem dienstlichen Grund. Das führt zu nichts. In der Zwischenzeit zeigt jemand Interesse an Holgers satirischem Talent, wovon Heidi ihm kurz berichtet und das Ganze vergessen will.

HOLGER antwortet und bringt den Emailkontakt auf eine persönliche Schiene.

5. Oktober 2007
HOLGER hat nach zwei Wochen wieder geantwortet, aber nach zwei Tagen regen Emailaustauschs antwortet er nicht wieder.

7. Dezember 2007
HEIDI schiebt diesen Umstand erst auf seine Dienstreisen, muss sich aber nach Wochen eingestehen, dass es nur fehlendes Interesse bedeuten kann. Sie will das Ganze wieder vergessen und sich nicht noch mehr blamieren, bräuchte aber für ihr Fernstudium auch seine Hilfe als sehr gut englischsprechender Ex-Jurastudent. Der Gewissenskonflikt endet an diesem Tag entgegen aller gefassten Vorsätze – sie bittet ihn per Instant Messenger um Hilfe.

HOLGER hatte in der Zwischenzeit mit dem Gedanken gespielt, Heidi eine Karte von seinem Kurs in Südafrika zu schicken, was aber in Ermangelung von entsprechenden Hilfsmitteln wie Postkarten und Zivilisation nicht in die Tat umgesetzt wurde. Mit Freude eilt er Heidi zu Hilfe, woraus sich ein zweistündiges – halb studienbezogenes, halb humorvoll-privates – geschriebenes Gespräch entwickelte, das mit Holgers Angebot weiterer Hilfe endet.

8. Dezember 2007
HEIDI arbeitet weiter an ihrem englischen Aufsatz über britisches Arbeitsrecht und Holger hilft ihr über den Mittag verteilt immer wieder.

HOLGER bringt am frühen Nachmittag das “Gespräch” auf persönliche Themen und es folgt ein zweistündiger, humorvoller Austausch über das Leben, OM, Männer und Frauen und wie sie zusammenfinden, Single-Dasein in OM, Heiraten, Kinderwünsche, Zukunftsvorstellungen… alles nur allgemein, versteht sich!

14. Dezember 2007
HEIDI und Holger verfolgen ihren Austausch über Missverständnisse zwischen ledigen Männern und Frauen per Email für eine knappe Woche intensiv weiter. Darin erteilt Holger die Erlaubnis, dass ein erster Schritt von Seiten der Frau langes “Herumgeeier” erheblich abkürzen kann und er damit kein Problem hätte.

HOLGER antwortet nach einigen Emails nicht mehr. Er versucht aber (“immerhin” ;) ), sich mit seinem Mentor zu beraten, wie er in der Sache weiter vorgehen soll – sie finden keinen Termin vor der Januarkonferenz. Er beschließt, die Konferenz abzuwarten und nichts zu tun, dann nach Hause zu fahren und sich beraten zu lassen, und dann entsprechende Schritte einzuleiten.

14. Januar 2008
HEIDI hat sich mit ihrer Chefin und Freundinnen beraten und beschlossen, keinesfalls der Gefahr von ewigem “Herumgeeier” in die Arme zu laufen. Sie ist nach wie vor überzeugt, dass Holger kein Interesse hat und will das Ganze nach der Konferenz abhaken anstatt auf das nächste Treffen Monate später ergebnislos zu hoffen. Auf Grund der Bekenntnisse in Holgers Emails will sie im Falle wahrnehmbarer Zeichen seiner Zuneigung einen ersten Schritt wagen und ihn zum Frühstück einladen.

17. Januar 2008
HOLGER hat vorsichtige Signale gesetzt, die aber leider vor keiner Frauenjury den eindeutigen Schluss zulassen würde, dass er Interesse hätte. Er bewegt Heidi zur Mitarbeit bei “Mission Possible” als Teil seines Teams, was zur Folge hat, dass an besagtem Tag beide den Vormittag frei haben.

HEIDI fasst sich ein Herz und lädt Holger für diesen Tag zum Frühstück ein – er sagt freudig zu, verhält sich aber nicht wesentlich eindeutiger.

21. Januar 2008
HEIDI hat beschlossen, eine klare Front zu schaffen, falls Holger das nicht tut, da es vor Ende der Konferenz keine Möglichkeit mehr dazu geben würde. Erstaunlicherweise ist sie die Ruhe selbst.

HOLGER steht pünktlich wie die Maurer um 8:30 Uhr an Heidis Wohnungstür und das Frühstück beginnt. Er macht deutlich, dass er bis zum Beginn von “Mission Possible” um 14 Uhr keine weiteren Pläne hat. Beide unterhalten sich ausgiebig und verlegen das Gespräch irgendwann ins Wohnzimmer. Die Uhr wandert auf 13 Uhr zu – noch immer ist keinerlei Klärung in Sicht.

HEIDI holt tief Luft und bittet Holger um des Rätsels Lösung: Bedeutet die Tatsache, dass er die Einladung zum Frühstück angenommen hat das gleiche wie die Einladung selbst?

HOLGER bestätigt, wenn die Einladung bedeutet, was er denkt, dass sie bedeutet, dann verfolgen wohl beide die gleichen Absichten – das wäre also schon mal geklärt :)

BEIDE schauen sich fragend an, sagen “Und nun?” und stellen lachend fest, dass keiner von beiden jemals jenseits dieses Punktes gewesen ist. Sie schmieden Pläne für das offizielle OM-Vorgehen in diesem Fall und eilen zurück zur Konferenz, um nicht zu spät zum Beginn des Programms zu kommen. Dort stecken sie bis zum Abend fest, während ein Heer von betenden Freunden nervös auf Heidis erlösenden Bericht über den Ausgang des Frühstücks wartet. Innerhalb von 24 Stunden verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, dass Heidi und Holger ein Paar sind :)

21. Juli 2008
HOLGER weiß, dass Heidi die Frau ist, auf die er gewartet hat und macht ihr im Urlaub in London einen Heiratsantrag – während beide auf dem Nullmeridian stehen, mit je einem Fuß im Osten und im Westen, unter strahlend blauem Himmel mit herrlichem Blick über die Stadt.

HEIDI sagt JA. Sie ist schon lange überzeugt, dass Holger der Richtige sein muss. Immerhin erfüllt er sogar noch mehr Qualitäten als nur die 29.5 von 30 möglichen Punkten der Ehemannwunschliste…

One thought on “Wie alles begann…

  1. Pingback: Noch ein Monat… | Heidi und Holger

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