Drei Wochen später…

Es ist geschafft! Und nicht nur das, wir haben tatsächlich schon drei Wochen Ehe hinter uns. Die Hochzeit war ein tolles Erlebnis, das wir noch lange in Erinnerung behalten werden. Danke an alle, die in irgendeiner Form, egal ob als Gäste, Mitarbeiter oder Gottesdienstbesucher dabei waren. Ihr habt es wirklich geschafft, dass die Hochzeit und auch die Feier am Abend genau so waren, wie wir es uns gewünscht hatten.

Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich an dieser Stelle auch schonmal all denen, die mit ihren großzügigen Geschenken unsere Hochzeitsreise finanziert haben. Wir konnten die Zeit in Teneriffa sehr genießen und haben uns gut vom ganzen Stress der Hochzeitsvorbereitungen erholen können. Bilder vom Urlaub gibt es bald in unserer Bildergalerie. Und der zweite Teil unserer Hochzeitsreise steht ja quasi noch an – wenn auch mit normaler Arbeit während der Woche verbunden. Denn in wenigen Tagen schon geht es Richtung England – erst nach London und dann für etwa fünf Wochen nach Carlisle (wo unser Team sein Büro hat), bevor dann am Ende noch einmal ein paar Tage London anstehen. Unsere Dankeskarten werden deshalb noch etwas auf sich warten lassen – aber wir arbeiten daran.

Unsere Website haben wir jetzt etwas umgebaut. Die Informationen für Hochzeitsgäste sind verschwunden, deshalb stehen die neuen Artikel jetzt immer gleich auf der Startseite. Da kann man jetzt auch gleich unseren aktuellen Status auf Facebook sehen – den aktualisieren wir noch viel öfter (mit ganz kurzen Updates), als diese Seiten hier. Und natürlich haben wir Bilder hochgeladen. Wir haben zwar noch nicht alle Hochzeitsbilder bekommen, aber aus denen, die wir schon haben, haben wir die schönsten Bilder rausgesucht und in unsere Galerie eingebaut. In nächster Zeit werden wir die Galerien sicher noch öfter aktualisieren, es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen.

Die Hälfte ist geschafft

Noch ein Tag bis zur kirchlichen Trauung – aber gestern waren wir schon auf dem Standesamt und sind somit jetzt rechtlich schon verheiratet. Heidi Kraft gibt’s nicht mehr – jetzt heisst sie Heidi Rabbach.

Irgendwie ist es schon komisch, sich vorzustellen, dass für viele Leute die Zeremonie auf dem Standesamt die ganze Hochzeit ist. Nach 20 Minuten ist alles vorbei; außer ein paar netten Worten nix gewesen. Für uns ist die rechtlich unbedeutende Hochzeit am Samstag in unserer Gemeinde die “richtige” Hochzeit, mit der wir unsere Ehe ganz bewusst unter Gottes Segen stellen wollen. Hätten wir nur die standesamtliche Eheschließung gehabt, hätte uns wirklich was gefehlt.

Gleich geht’s los in die Gemeinde, um die Kapelle und das Gemeindehaus für Gottesdienst und Feier vorzubereiten. Hoffentlich geht alles etwas glatter als die gestrige Arbeit an der Hochzeitstorte, die dann doch doppelt so lange gedauert hat, wie geplant. Naja, wird schon alles klappen. Aber so sehr wir uns auf die Feier auch freuen, noch mehr freuen wir uns drauf, dass dann ab Sonntag “normales Leben” losgeht :) .

Standesamtliche Trauung Heidi und Holger 030

Bräutigam sein…

…ist weit weniger aufregend, als Braut zu sein – vielleicht liegt es daran, dass man kein weißes Kleid anziehen darf (irgendwie wäre das ein kleidungstechnischer Fehlgriff, habe ich mir sagen lassen). Aber Möbel muss man trotzdem zusammenbauen (20 Schubladen, 120 Nägel, ungezählte Schrauben) – den IKEA Beziehungstest, den der gemeinsame Zusammenbau von Möbeln angeblich darstellen soll, haben wir jedenfalls gut überstanden. So ist jetzt auch das Schlafzimmer komplett möbliert und wartet auf seine Bewohner.

Es wird auch langsam Zeit – denn in 10 Tagen ist es soweit. Und das ist auch der eigentliche Anlass für diesen Artikel, denn wir haben eine neue Seite online gestellt, der ein grober Ablauf des “großen Tages” zu entnehmen ist. Wer also (so wie wir) gern vorher schon wenigstens grob wissen möchte, was ihn am 6.6. erwartet, der kann sich hier informieren.

Braut sein

Neulich hab ich darüber nachgedacht, wie sich das Brautsein so grundlegend von dem unterscheidet, was ich mir als kleines Mädchen vorgestellt habe. Damals habe ich nicht weiter als bis zum weißen Kleid, dem Schleier, einem rauschenden Fest und dem Ehemann gedacht (über die Reihenfolge bin ich jetzt nicht mehr sicher ;) ).

Inzwischen habe ich gelernt, dass man nicht nur am Hochzeitstag die Braut ist, sondern in der ganzen Zeit von der Verlobung bis zum großen Tag. Und so passt es auch überhaupt nicht mit den Vorstellungen kleiner Mädchen zusammen, dass zum Brautsein auch das Streichen von Wänden, das Packen von Kisten und das Schleppen von Möbelstücken gehört. Bloß gut, dass das weiße Kleid das nicht alles auch schon mit durch machen muss…

Unser letzter Samstag war wieder ein Paradebeispiel für die Vielfältigkeit der Freuden und Aufgaben einer Braut vier Wochen vor dem großen Tag: Neben weiteren Räumaktionen im zukünftig gemeinsamen Heim (um Platz für meinen bald eintreffenden Kram zu schaffen) waren auch vorbereitende Näharbeiten für kleine Änderungen am Brautkleid mit von der Partie. Dazu kam es aber erst, nachdem ich eine Schublade von Münzen aus aller Herren Länder sortiert hatte (das Bild von Aschenputtel ließ sich nicht komplett abschütteln ;) ), was uns wiederum zu einigem unerwartetem Bargeld verhalf. Als wäre der Tag nicht schon produktiv genug gewesen, folgte eine große Kuchenbackaktion des Bräutigams, der mir den Wunsch einer bestimmten Art von unbezahlbarer Hochzeitstorte erfüllen möchte und dazu einen Testlauf startete. Da ich inzwischen auch gelernt habe, dass ein Mann durchaus auf diese Weise seine Liebe ausdrückt, habe ich mich bald fröhlich mit ins Getümmel gestürzt und gespült, um das Chaos zu begrenzen.

Es ist nicht so, dass mir diese Art von Samstagsbeschäftigung übermäßig Spaß machen würde. Das Wetter hatte immerhin sehr deutlich zu einem ausgiebigen Frühlingsspaziergang eingeladen, jedenfalls konnte man das so verstehen, wenn man gern flüchten wollte… ;) Aber ich wußte, dass mich jeder Handgriff dem Tag näher bringt, an dem ich dann tatsächlich im Prinzessinnenkleid eine Braut mit Schleier, Fest und vor allem ganz tollem Ehemann sein werde. Und so ist Brautsein schon sehr toll :)

Noch ein Monat…

Ja, es ist tatsächlich nur noch ein Monat bis zu unserer Hochzeit (bis zur standesamtlichen Trauung sogar nur noch 29 Tage). Zeit, mal wieder zurückzusehen auf die letzten Wochen – seit das Brautkleid angekommen ist, haben wir hier ja nichts mehr geschrieben. Allerdings haben wir in der Zwischenzeit mal unsere Geschichte aufgeschrieben und als separate Seite veröffentlicht – wer die noch nicht gesehen hat, kann das ja mal nachholen.

Inzwischen sind wir mit Renovieren fertig – Wohnzimmer und Büro sind jetzt separat und im ersten Stock (und auch die Küche, die wir von unseren Freunden übernehmen konnten, die dort vorher gewohnt haben) und die Wohnzimmerschränke sind jetzt auch aufgebaut und haben sogar Türen und Schubladen (kleiner Tipp: um einen zwei Meter hohen IKEA Besta Schrank aufzubauen, braucht man einen vier Meter langen Raum!). Im zweiten Stock sind neben dem ebenfalls renovierten Schlafzimmer und dem Bad ein neues Gästezimmer (das alte Wohnzimmer) und die nun ungenutzte Küche, die mittelfristig zum Kinderzimmer werden soll. Mittlerweile sind sogar unsere Schlafzimmermöbel angekommen und stehen jetzt einsam und ungenutzt im Schlafzimmer, da Holger momentan im Gästezimmer schläft, um sich gar nicht erst daran zu gewöhnen, das neue Schlafzimmer für sich allein zu haben :) . Aber es gefällt uns alles sehr gut und wir freuen uns schon drauf, dass es dann bald wirklich unser Schlafzimmer ist.

Ansonsten sind wir ganz erstaunt, wie viele Haken wir mittlerweile auf unserer Checkliste machen konnten. Die Zahl der offenen Baustellen hat sich schon ganz erheblich reduziert. Wenn plötzlich doch schon Anfang Juni wäre, würden wir jedenfalls nicht in Panik verfallen und eine etwas improvisierte, aber trotzdem schöne Hochzeit hinbekommen. Trotzdem sind die nächsten Wochen noch ganz schön voll. Nicht nur dass Heidi ja noch aus ihrer Wohnung ausziehen muss und hier im Haus noch einiges darauf wartet, eingeräumt und sortiert zu werden – ganz nebenbei steht noch eine viertägige Jugendevangelisation in unserer Gemeinde an, bei der wir auch beteiligt sind. Und natürlich gibt es auch noch viele Dinge zu planen oder zumindest den Planungen noch den letzten Schliff zu verleihen. Schließlich haben wir ja nichts dagegen, wenn am 6.6. alles glatt läuft.

Heute werden wir dann auch zum siebten Mal unseren Juwelier beehren. Nein, nicht weil wir so viel kaufen – 1. Ringe ansehen, 2. Ringe bestellen, 3. Ringe abholen – in Heidis war ein Stein, den wir aber nicht wollten, 4. Ringe ohne Stein abholen, 5. Ringe wieder hinbringen, weil wir Herstellungsfehler gefunden und reklamiert haben, 6. reparierte (bzw. ersetzte) Ringe vor der Gravur nochmal begutachten und endlich 7. Ringe abholen. Nur gut, dass wir früh genug damit angefangen haben.

Das Kleid ist da!!!!!!!!!!

Nach fast zwei Monaten ist es endlich soweit: Ich halte mein Brautkleid in den Händen! Seit ich vor zwei Tagen per Email informiert wurde, dass es sich auf dem Weg von Suzhou, China nach Solingen, Deutschland befindet, hatte ich keine Ruhe mehr. Unglaublich, dass so ein langer Weg in nur zwei Tagen überwunden ist. Und wie dankbar war ich für das DHL tracking, mit dem ich im Stundentakt immer wieder nachverfolgen konnte, wie weit mein Kleid es schon geschafft hat!

Und ich kann nur sagen – es ist ein Traum! Der Rest wird natürlich nicht verraten, den sieht man dann entweder live in 59 Tagen oder auf den Fotos hinterher :) . Was ich aber sagen kann ist, dass meine chinesischen Freunde das Kleid so hochwertig genäht haben, dass es auf jeden Fall den einen Tag halten wird ;) .

Für mein nervöses Warten auf den DHL-Boten hatte Holger nur mit großer Mühe ein bisschen Verständnis – schließlich freut er sich nicht schon seit er ein kleiner Junge ist auf den Tag, an dem er einen Anzug tragen darf ;) . Angesichts einer solch ungeahnt hibbeligen Braut kamen ihm vielleicht auch Zweifel, worum es mir am 6.6. wirklich geht. Aber auch wenn ich beim Anblick des Kleides ein Schnappen nach Luft nicht vermeiden konnte, war selbst in diesem Moment klar, dass auch so ein tolles Kleid nicht schöner ist als die Tatsache, dass ich bald seine Frau sein werde… :)

100 Tage…

100tage Ein Blick auf den Countdown (und das ganz furchbar schlechte, weil in großer Hektik aufgenommene Foto) beweist es eindeutig – gerade eben haben wir die 100 Tage Marke durchbrochen und sind beim Runterzählen zweistellig geworden. Weniger als 100 Tage sind es jetzt noch bis zum großen Tag, der manchmal noch so weit weg zu sein scheint und manchmal schon so bald ist.

Was ist seit dem letzten Blogeintrag so alles passiert…? Zunächst mal waren wir beide krank und ein wenig eingeschränkt in dem, was wir schaffen konnten. Aber immerhin haben wir weiter planen können, zum Beispiel unsere nächsten Umbauten, um aus dem Haus ein gemeinsames Zuhause zu machen. Wir haben ein Bett und Schlafzimmerschränke ausgesucht, meinen Freunden und noch-Mitbewohnern ihre noch ziemlich neue Küche abgekauft (die beiden ziehen aus, weil es sie beruflich in eine andere Stadt verschlägt) und die Fähre für unseren Englandaufenthalt im Sommer gebucht. Und an einigen Hochzeitsfeiersachen konnten wir auch schon wieder einen Haken setzen, was Heidi immer besonders freut. Es geht also weiter voran, auch wenn es manchmal so scheint, als ob die Zeit stillsteht.

Frisuren, Ringe, Kleider…

Diese Woche hatte es ganz schön in sich: Nicht nur, dass wir die meisten Einladungen rausgeschickt und Teil 1 unseres Traugespräches mit dem Pastor hatten, nein, der “Wir-setzen-Haken-auf-der-To-do-Liste”-Anfall hielt weiter an… Trotz meines starken Verlangens, unnötige Kosten als Investition in die Schönheit der Braut möglichst gering zu halten, wurde ich von meinem Herzallerliebsten ermutigt, das Angebot einer mobilen Friseurin anzunehmen. Sie ist also gebucht und damit wurden die Chancen minimiert, dass ich mit Jeans und T-Shirt, aber auch Schleier und Ringellöckchen bestückt noch durch Wind und Wetter muss (man weiß ja nie, ob sich die Sonne tatsächlich zeigt…). Als wäre das alles noch nicht toll genug gewesen, hat auch die Lufthansa uns einen weiteren großzügigen Zuschuss in die Hochzeitskasse überwiesen, und somit konnten wir gestern losziehen, unsere Ringe auszusuchen und zu kaufen.

Von dieser Stimmung der erfolgreichen Vorbereitungen beflügelt, hab ich dann gestern auch gleich noch mein schon seit längerem ausgesuchtes Brautkleid bestellt – und zwar in China! Etwas Abenteuerlust steckt ja schon auch in mir, aber die war wenn überhaupt, dann nur hilfreich bei der Entscheidung, diese eher unkonventionelle Art der Brautkleidbeschaffung zu wählen. Ich mag Onlinebestellungen ja ohnehin sehr gern, und für Schnäppchen hab ich auch immer einen Sinn. Und die sagenhaften Wucherpreise bei derartigen Kleidern bestärkten mich in meiner Überzeugung, dass ich für ein “Eintageskleid” keine Hunderte und Tausende von Euros ausgeben möchte, selbst wenn das Geld dazu schon in meinem Geldbeutel rumliegen würde (dem ist natürlich nicht so ;) ) Mit etwas Suchen in den Weiten des Internets fand ich heraus, dass es dort nicht nur sehr viel mehr Modelle zu wählen gibt, sondern auch noch wesentlich moderatere Preise im Spiel sind. Bedenken, ob jetzt kleine Kinder in einem 16-Stunden-Job mein Kleid nähen müssen, wurden beseitig als ich nach weiteren Forschungsarbeiten herausfinden konnte, dass dieser chinesische Hersteller von unabhängigen, weltweit arbeitenden Qualitätsprüfern zertifiziert und für gut befunden wurde. Die sehr guten Bewertungen bei Ebay in England und die über zehnjährige Erfahrung waren dann noch der Bonus. Naja, und selbst wenn noch was geändert werden muss, sobald das Kleid da ist, dann ist es immer noch erheblich günstiger als der Preis im Geschäft, der glatte 1200 Euro Minus im Budget bedeuten würde… Ich halte Euch auf jeden Fall über den Verlauf des Experimentes informiert :) .

Einladungen sind unterwegs

Heute morgen ist ein großer Stapel Hochzeitseinladungen auf den Weg gebracht worden. Alle Einladungen, die wir nicht selbst verteilen können, sollten also in den nächsten Tagen mit der Post kommen. Gäste, die wir in den nächsten Tagen ohnehin sehen, bekommen ihre Einladung natürlich persönlich von uns überreicht. Wer eine Einladung erwartet und sie bis nächste Woche noch nicht bekommen hat, sollte sich also mal bei uns melden. Unsere Gästeliste ist umfangreich, aber wir konnten leider nicht jeden einladen, den wir gern dabei hätten. Aber: zum Traugottesdienst am Nachmittag und zum anschließenden Kaffeetrinken im Foyer der Kapelle sind alle eingeladen, die kommen können. Einladungen dazu werden wir später noch großzügig verteilen.

Meinerseits

Nachdem Holger mir gezeigt hat, wie das geht, dass wir beide uns hier mit mehr oder weniger sinnvollen Beiträgen verewigen (und ich schon eine Stunde vor dem Wecker wach bin… an einem Sonntag!), geb ich hier auch mal meinen Senf dazu. Ich bin schwer begeistert, wie schnell wir gestern alles geschafft haben und wie toll Holger diese Seite hinbekommen hat (er meint dazu nur, ich sei leicht zu beeindrucken ;) ). Okay, wir haben den kompletten Samstagnachmittag damit verbracht, aber immerhin sind jetzt auch 60 Einladungen fertig UND die Webseite steht.

Noch vor einem Jahr hab ich mich gefragt, wo um alles in der Welt man anfängt, wenn man eine Hochzeit plant – und plötzlich ist man mittendrin und es ist gar nicht so undurchsichtig. Eher noch unbegreiflich, weil der Verstand noch nicht so richtig fassen will, dass ich, nach ziemlich langer Wartezeit und vielen Zweifeln, ob das mal noch wird, in weniger als vier Monaten eine offensichtliche Braut sein werde :)

Und damit Ihr einen kleinen Eindruck davon bekommt, womit man in den Hochzeitsvorbereitungen so konfrontiert wird, kann ich Euch den Spaß nicht vorenthalten und muss auf Holgers sehr gelungenen Beitrag auf seinem satirischen Blog verweisen, den Ihr hier finden könnt.