Wir sind schon im siebten Monat von Heidis Schwangerschaft angekommen und durchbrechen heute die 100-Tage Marke auf dem Weg zum errechneten Entbindungstermin. Die letzten Monate waren interessant und aufregend, mit vielen “ersten Malen” während wir unserem Baby beim Wachsen zusehen konnten. Das heißt, eigentlich sehen wir ja Heidis Bauch beim Wachsen zu und die Ultraschallbilder bestätigen, dass die Ursache dafür das Baby ist.
Alle Bücher sagen einem, dass man das Kind nicht vor der 18. Woche zum ersten Mal spüren kann (und beim ersten Kind meist noch später). Entweder haben wir ein ungewöhnliches Kind oder die Bücher haben Unrecht, denn Heidi konnte schon in der 16. Woche definitiv die ersten Bewegungen spüren (und “irgendwas” sogar schon in der 13. Woche). Selbst ich konnte von außen schon in der 18. Woche erste Tritte merken, dabei sagen mir die Bücher, dass ich mindestens bis zur 22. Woche hätte warten müssen. Wir haben halt ein sehr aktives Baby, das wir aus diesem Grund vorläufig “Squirmy” nennen.
Nein, wir wissen nicht, ob’s ein Junge oder ein Mädchen wird. Und wir wollen es auch nicht wissen. Für tausende von Jahren sind Eltern damit klargekommen, das Geschlecht erst bei der Geburt herauszufinden, da werden wir das wohl auch aushalten. Das Kinderzimmer haben wir in neutralen Farben gestrichen und unser Kinderwagen ist zwar blau, aber definitiv nicht “kleine-Jungen-blau”).
Ja, wir haben eine Liste von Namen und nein, wir werden sie nicht verkünden, bevor wir uns für einen entschieden haben, was wiederum aus dem oben genannten Grund nicht vor der Geburt passieren wird. In der Zwischenzeit sagen wie denen, die uns nach Namen fragen, dass es, wenn’s ein Junge wird, “Agamemnon” heißen soll (man muß großer “Friends” Fan sein, um das zu verstehen) und wenn’s ein Mädchen wird, “Barbara” (wem das gefällt, der setze mal unseren Nachnamen dahinter).
Es ist schon fanzinierend, zu sehen wie ein kleiner Fleck auf dem Ultraschallbild, der beim ersten Check kaum 3cm groß war, sich inzwischen zu einem voll funktionsfähigen Baby von mehr als 30cm entwickelt hat. Da ist tatsächlich eine kleine Person in Heidis Bauch und sollte sie aus irgendwelchen Gründen jetzt schon raus wollen, hätte sie sogar ganz brauchbare Chancen zu überleben. Wir lassen das Baby aber lieber noch ein Trimester drin. In der Zwischenzeit genießen wir, während wir uns auf das Leben zu dritt freuen, noch unser Vor-Baby-Leben mit einem späten Frühstück im Bett am Samstagmorgen.