Diese Woche hatte es ganz schön in sich: Nicht nur, dass wir die meisten Einladungen rausgeschickt und Teil 1 unseres Traugespräches mit dem Pastor hatten, nein, der “Wir-setzen-Haken-auf-der-To-do-Liste”-Anfall hielt weiter an… Trotz meines starken Verlangens, unnötige Kosten als Investition in die Schönheit der Braut möglichst gering zu halten, wurde ich von meinem Herzallerliebsten ermutigt, das Angebot einer mobilen Friseurin anzunehmen. Sie ist also gebucht und damit wurden die Chancen minimiert, dass ich mit Jeans und T-Shirt, aber auch Schleier und Ringellöckchen bestückt noch durch Wind und Wetter muss (man weiß ja nie, ob sich die Sonne tatsächlich zeigt…). Als wäre das alles noch nicht toll genug gewesen, hat auch die Lufthansa uns einen weiteren großzügigen Zuschuss in die Hochzeitskasse überwiesen, und somit konnten wir gestern losziehen, unsere Ringe auszusuchen und zu kaufen.
Von dieser Stimmung der erfolgreichen Vorbereitungen beflügelt, hab ich dann gestern auch gleich noch mein schon seit längerem ausgesuchtes Brautkleid bestellt – und zwar in China! Etwas Abenteuerlust steckt ja schon auch in mir, aber die war wenn überhaupt, dann nur hilfreich bei der Entscheidung, diese eher unkonventionelle Art der Brautkleidbeschaffung zu wählen. Ich mag Onlinebestellungen ja ohnehin sehr gern, und für Schnäppchen hab ich auch immer einen Sinn. Und die sagenhaften Wucherpreise bei derartigen Kleidern bestärkten mich in meiner Überzeugung, dass ich für ein “Eintageskleid” keine Hunderte und Tausende von Euros ausgeben möchte, selbst wenn das Geld dazu schon in meinem Geldbeutel rumliegen würde (dem ist natürlich nicht so
) Mit etwas Suchen in den Weiten des Internets fand ich heraus, dass es dort nicht nur sehr viel mehr Modelle zu wählen gibt, sondern auch noch wesentlich moderatere Preise im Spiel sind. Bedenken, ob jetzt kleine Kinder in einem 16-Stunden-Job mein Kleid nähen müssen, wurden beseitig als ich nach weiteren Forschungsarbeiten herausfinden konnte, dass dieser chinesische Hersteller von unabhängigen, weltweit arbeitenden Qualitätsprüfern zertifiziert und für gut befunden wurde. Die sehr guten Bewertungen bei Ebay in England und die über zehnjährige Erfahrung waren dann noch der Bonus. Naja, und selbst wenn noch was geändert werden muss, sobald das Kleid da ist, dann ist es immer noch erheblich günstiger als der Preis im Geschäft, der glatte 1200 Euro Minus im Budget bedeuten würde… Ich halte Euch auf jeden Fall über den Verlauf des Experimentes informiert
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