Nach dem letzten Wochenende hab ich tatsächlich mal wieder was Echtes zu erzählen. Denn davon abgesehen, dass ich eine superschöne Radtour hinter mir habe, wurde mir auch mehr als deutlich, dass ein paar Sekunden das Leben für immer verändern könnten.
Am Ende unseres ersten Tages auf dem Weg nach Strasbourg versagten meine Bremsen an einem sehr steilen Hang. Mein Rad wurde immer schneller und es gab nichts was ich hätte tun können. Zwar hab ich nach Möglichkeiten Ausschau gehalten, irgendwo bergauf fahren zu können, aber mein Rad näherte sich der Geschwindigkeit von 40-50 km/h und das nimmt einem die Entscheidung ab. In einer steilen Kurve wurde ich mit dem Gesicht zuerst vom Rad in einen Busch hangabwärts geschleudert und überschlug mich. Das Rad flog noch ein Stück weiter. Im Sturz war mir deutlich, dass man sich genau so das Genick bricht und entweder schnurstracks in die Ewigkeit marschiert (schließlich war ja auch gerade Himmelfahrt…) oder zumindest im Rollstuhl landet.
Allerdings schien der Herr der Dinge nicht der Ansicht zu sein, dass ich meinen Job schon erfüllt habe. Durch ein absolutes Wunder hatte ich außer ein paar wenigen Kratzern und blauen Flecken absolut NICHTS davon getragen (ich hatte nichtmal einen Riß in den Kleidern)! Selbst mein Rad war komplett unbeschädigt und sofort wieder einsetzbar (nachdem die Bremsen repariert wurden, natürlich…).
Wir konnten also am nächsten Tag unsere Tour fortsetzen (wovon ich euch demnächst mehr erzähle).
Jedenfalls kann ich nur staunen, wie Gott mich bewahrt hat (ich hatte nämlich nicht mal einen Helm auf… ja, ich weiß…
). Die Sache mit der Ewigkeit wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen (wer hat schon was gegen goldene Straßen…), aber wenn ich mir überlege, was es auch hätte bedeuten können…
DANKE scheint mir jedenfalls nicht ganz dem gerecht zu werden, was ich Gott gegenüber empfinde. Was aber könnte man sonst noch sagen? Auf jeden Fall genieße ich mein tolles Leben gleich nochmal so sehr.
Wie toll ist es, gesund zu sein.