Misericordias Domini

Mein erstes Blog-Thema war kein Hilferuf oder sowas…, sondern nur ein Weitergeben von Gedanken und Erkenntnissen, die mir so entlang des Wegs begegnen. Während der Januar GO-Konferenz hier in Mosbach hab ich eine super Predigt gehört, dessen Thema gut dazu passt. Ich fand es so spitzenmäßig, dass ich das niemandem vorenthalten kann :)

Vielleicht sollte ich dem sicherheitshalber doch noch mal kurz voransetzen, dass es mir gerade blendend geht und ich keinen Grund habe, mich irgendwie zu beklagen! Nur um irgendwelchen Implikationen zuvor zu kommen ;)

Es ging um den Tag, an dem Jesus den toten Lazarus aus dem Grab ruft. Ich hab noch nie bemerkt, dass Jesus Maria und Martha nicht versucht aufzumuntern oder ermutigt, nur noch kurz durchzuhalten. Nach dem Motto: “Hör auf, hier rumzuheulen, Maria, ist gleich alles vorbei.” Denn er wußte ja immerhin, dass innerhalb der nächsten Stunde oder so der Grund für ihre Trauer aus den Leichentüchern befreit und in ihre Arme geschlossen werden würde. Schon komisch, wenn man das mal so betrachtet, oder? Stattdessen ist Jesus von ihrer Trauer so bewegt, dass er mit ihnen weint. (!?)

Und dank des Predigers (dessen Namen ich nicht mal weiß) wurde deutlich, was das Ganze für uns heute meint. Auch wenn Jesus heute schon genau weiß, wie er meine Schwierigkeiten morgen (oder vielleicht auch erst übermorgen…) auseinander klaumüsern wird- das hält ihn nicht davon ab heute mit mir mit zutrauern, mitzutragen, mitzuweinen oder mich einfach zutiefst zu verstehen.

So eine Art Mitgefühl finde ich ausgesprochen umwerfend. Ist doch der Hammer, oder?

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